Praxisforum Energiewende

Energy Sharing

Programm 2026

10:30–10:45 Uhr – Begrüßung und Zielsetzung
Viele Akteure hoffen auf Energy Sharing als Heilsversprechen. Tatsächlich herrscht Rechts-, Rollen- und Umsetzungsunsicherheit. Diese Diskrepanz muss offen adressiert werden.

  • Warum Energy Sharing gerade jetzt relevant ist – und warum es trotz politischer Rhetorik noch nicht funktioniert
  • Klare Erwartungshaltung: Was Teilnehmende realistisch mitnehmen können – und was (noch) nicht10:45 –12:15 Uhr – Status quo: Rechtsrahmen heute

Ohne nüchterne Bestandsaufnahme entstehen falsche Erwartungen. Dieses Modul räumt auf – fundiert, aber verständlich. (Julia, Bianca et al)

  • EU-Vorgaben (RED II / RED III): Anspruch vs. Umsetzung
  • Aktuelle Lage im deutschen Recht (EnWG, EEG, Strommarktlogik)
  • Abgrenzung zu Mieterstrom, Quartiersstrom, Bürgerenergie
  • Zentrale Bremsklötze:
    • Netzanschlusspunkte
    • Bilanzierung & Marktkommunikation
    • Rollenmodelle & Haftung
    • Fehlende Standardisierung

12:15–13:00 Uhr – Mittagsimbiss

13:15–14:30 Uhr – Praxisformate heute: Was geht – und was nicht?
Teilnehmende wollen umsetzbare Optionen, keine Visionen. Dieses Modul trennt belastbare, realisierbare Modelle von politischem Wunschdenken.

  • Mieterstrom & Quartierslösungen: Wo sind sie sinnvoll, wo nicht?
  • Genossenschaftliche Modelle: Chancen und Grenzen
  • Kommunale Perspektive:
    • Eigenerzeugung
    • Beteiligungsmodelle
    • Abgrenzung zu Beihilfe- und Vergaberecht
  • Typische Fehler aus der Praxis (ehrlich benannt)

14:30-15:45 Uhr – Blick nach vorn: Energy Sharing „von morgen“
Viele Akteure müssen heute Entscheidungen treffen, deren Wirkung erst in Jahren greift. Dieses Modul schafft Orientierung statt Prognoseillusion. Was sich ändern muss – und was realistisch kommt

  • Erwartbare rechtliche Entwicklungen (2025–2027)
  • Mögliche Standardmodelle (Netz, Bilanzierung, Plattformen)
  • Rolle von Kommunen als Ermöglicher statt Betreiber

Wo sich Engagement jetzt lohnt – und wo nicht

15:45–16:15 Uhr – Kaffeepause

16:15–17:15 Uhr – Werkstatt: Von der Idee zur nächsten Handlung
Das Praxisforum endet bewusst nicht mit der Erkenntnis „interessant, aber kompliziert“, sondern mit konkreten nächsten Schritten. In vier parallel arbeitenden, moderierten Gruppen werden reale Handlungsoptionen herausgearbeitet – zugeschnitten auf die jeweiligen Akteure:

  1. Kommunen
  • Was ist der nächste realistische Schritt, den eine Kommune heute rechtssicher gehen kann?
  • Welche Rolle sollte die Kommune einnehmen (Ermöglicher, Moderator, Beteiligter – aber wo liegen die Grenzen)?
  • Welche Partner werden benötigt (Stadtwerke, Genossenschaften, Projektierer)?
  • Welche rechtlichen oder regulatorischen Klarstellungen fehlen aus kommunaler Sicht?
  1. Energiegenossenschaften / Bürgerenergie
  • Welche Modelle sind im aktuellen Rechtsrahmen tragfähig?
  • Wo liegen die größten operativen Hürden (Netz, Bilanzierung, Marktkommunikation)?
  • Welche Kooperationspartner sind notwendig, um Projekte zu realisieren?
  • Welche regulatorischen Anpassungen würden konkrete Projekte ermöglichen?
  1. Wohnungswirtschaft & Projektentwickler
  • Wo ist Energy Sharing wirtschaftlich sinnvoll integrierbar (Bestand / Neubau / Quartier)?
  • Welche Risiken und Haftungsfragen sind heute noch ungeklärt?
  • Welche Partner- und Rollenmodelle funktionieren in der Praxis?
  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen bremsen Skalierung und Wiederholbarkeit?
  1. Unternehmen (Industrie, Gewerbe, Mittelstand)
  • In welchen Konstellationen kann Energy Sharing für Unternehmen heute sinnvoll eingesetzt werden (Kosten, Versorgungssicherheit, Standort)?
  • Welche unternehmerischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein (Lastprofile, Flächen, Investitionshorizonte)?
  • Welche Partner sind erforderlich (Kommunen, Stadtwerke, Projektierer, Plattformen)?
  • Wo verhindern rechtliche Unsicherheiten oder Marktregeln derzeit wirtschaftlich tragfähige Entscheidungen?

17:15–18.00 Uhr – Zusammenfassung & Ausblick
Gemeinsame Erkenntnisse und nächste gemeinsame Schritte

ab 18.00 Uhr – Get-together

Änderungen vorbehalten – Stand 03.03.2026